Bitte, wie geht nochmal Langeweile?

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Ich muss – ich muss – ich muss

Vor kurzem drehten sich nur noch die beiden Worte „ich muss“ gebetsmühlenartig in meinem Kopf. Langsam, aber sicher bin ich soweit, dass ich denke: „Ich muss gar nichts mehr!“. Ständig bin ich am Rotieren und erledige Dinge, die einfach erledigt werden müssen. Für die Familie, für die Kinder, für meine Kunden, Nachbarn, Freunde etc. – sprich: für alle möglichen Leute! Nur für mich selbst ist nix dabei.

Was will ich selbst eigentlich? Worauf habe ich Lust? Weiß ich eigentlich noch, was ich selbst gerne möchte? Oder will ich im Grunde am liebsten nur mal dasitzen und nichts denken und vor allem:

nichts tun…

… mich vielleicht einfach mal wieder langweilen? Wie geht das nochmal? Früher konnte ich das bestens.

Ich finde: Wenn man schon nicht mehr weiß, was Langweile ist, dann wird es allerhöchste Zeit, mal wieder ein paar Gänge runter zu schalten. Wie singt Annett Louisan so passend in einem ihrer Songs? „Wir haben viel erledigt, aber nichts erlebt“. Als ich dieses Lied zum ersten Mal im Radio hörte, fühlte ich mich irgendwie angesprochen.

Schnell fühle ich mich egoistisch, wenn ich an mich selbst denke. Besonders wir Frauen haben ja gern mal ein schlechtes Gewissen. Es ist nicht immer einfach, sich darüber hinwegzusetzen. Wir dürfen und wir müssen an uns selbst denken, sonst können wir auch nicht mehr für andere da sein.

Wie geht`s Euch damit? Habt Ihr den goldenen Mittelweg gefunden? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Liebe Grüße – und genießt den Frühling!!! Eure

Eure Anette

 

 

 

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8 Kommentare

  1. Liebe Anette,

    Ja ich hab einen gesunden Egoismus, immer schon gehabt, sonst wäre ich keine gute Mutter und Ehefrau geworden. Ich brauch meine Zeit für mich nur dann kann ich auch für die Anderen da sein.

    Xx martina

    • Anette

      Liebe Martina,
      das klingt sehr beruhigend. Die Zeit für mich nehme ich mir auch, aber manchmal ist es erschreckend wenig.
      Wie schön, dass Du da so selbstbewusst dahinter stehst!
      Liebe Grüße
      Anette

  2. Ich kann das ganz gut. Nichtstun. Da bin ich gern etwas egoistisch. Denn es hat keiner was davon, wenn ich schlapp mache. Also gern mal einen Gang runterfahren 🙂

    Liebe Grüße Sabine

    • Anette

      Liebe Sabine,
      das freut mich zu lesen! Mein Favorit zum Abschalten ist ein erholsames, kleines Mittagsschläfchen.
      Viele Grüße!
      Anette

  3. Liebe Anette,
    ein ständiges Üben, zwei Schritte vor, einen zurück… 😉
    Bei mir klappt es mal besser, mal schlechter, aber ich bin guter Dinge, dass ich den gesunden Mittelweg finde.

    Liebe Grüsse und viel Erfolg
    Tine

    • Anette

      Vielen Dank, liebe Tine!
      Ich schau auch gleich mal bei Dir rein…
      Liebe Grüße,
      Anette

  4. Liebe Anette,
    Langeweile…mmh…hätte ich gerne mal wieder! Ich hab‘ s irgendwie verlernt, das Nichtstun! Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, sagt man doch so. Stimmt bei mir auch nicht. Mir ist schon bewusst, wie wichtig die kleinen Auszeiten sind…neben Beruf, Kinder, Haushalt, Verantwortung und Verpflichtungen…ich arbeite dran ☺
    Liebe Grüße, Bea

    • Liebe Bea,
      fangen wir lieber sofort damit an, bevor es sich irgendwann rächt! Mir geht es so, dass wenn ich mal Zeit und etwas Muße habe, mir tausend Dinge einfallen, die ich endlich mal machen möchte oder müsste. Und genau das bringt mich dann dazu, so manches Mal einfach GAR NICHTS zu tun. Ich hab in solchen Momenten schon öfter einfach nur dagesessen, an die Wand gestarrt – und nichts gemacht. Und es war super!!!
      Alles zu seiner Zeit, und für manche Dinge kommt die Zeit wohl nie…
      Liebe Grüße,
      Anette

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