Eigenlob stinkt … überhaupt nicht!

Vor rund 12 Jahren zum Abschalten allein auf Lanzarote – schwanger mit meinem zweiten Sohn.Vor rund 12 Jahren zum Abschalten allein auf Lanzarote – schwanger mit meinem zweiten Sohn.

Nach 15 Jahren Doppelbelastung …

… durch Beruf und Familie ist das Fass bei mir jetzt voll. Ich will endlich mehr Anerkennung! Und zwar bitteschön in allen Bereichen! Und diese Anerkennung habe ich verflixt und zugenäht auch verdient. Unendlich viel Zeit habe ich damit verbracht, meine Kinder zu erziehen und mich um unvorstellbar viele Dinge zu kümmern, die unsere Familie, den Haushalt und meine Arbeit betreffen.
Ich habe mich mit schreienden Babies, trotzigen Kleinkindern, später dann mit widerspenstigen und fast permanent streitenden Schulkindern und mittlerweile pubertierenden Heranwachsenden ungezählte Male herumgeärgert. Bei aller Liebe – es war wirklich nicht leicht und ich habe mittlerweile jede Menge graue Haare. Es hat so viel Energie gekostet! Bitte versteht mich nicht falsch: Ich liebe meine Kinder wirklich sehr! Es war nur deutlich anstrengender, als ich mir (wir uns) das im Vorfeld vorstellen konnte(n). Wie denn auch…? Wir haben übrigens alles ganz alleine gewuppt – komplett ohne Oma oder Opa um die Ecke, die uns im Alltag hätten unterstützen können.

Selbst & ständig

Und dazu habe ich noch meine Halbtags-Selbständigkeit quasi „selbst und ständig“ aufgebaut und vorangetrieben. Da es in meinem Bereich wirklich sehr schwer ist, einen festen Teilzeitjob zu bekommen (Ach, was sag ich: Es gibt sie quasi nicht!), habe ich die Selbstständigkeit als ideale Lösung für mich als Mutter empfunden. Es ist großartig, mein eigener Boss zu sein, und ich habe die Vorteile, z.B. die zeitliche Flexibilität, sehr zu schätzen gelernt. Die dafür notwendige Disziplin habe ich mir im Laufe der Jahre angeeignet. Einziges großes Manko ist das sehr unregelmäßige und auch nicht gerade üppige Einkommen, das trotz der vielen Arbeit zum Leben übrig bleibt.
Mein großes Glück ist es, dass ich einen sehr zuverlässigen Mann an meiner Seite habe, der im Verhältnis zu anderen Familienvätern stets überdurchschnittlich viel im Haushalt mit angepackt und mich so teilweise entlastet hat. Auch um die Kinder hat er sich immer gerne gekümmert, denn ich habe ihm vertraut, dass er es gut macht. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar!

Kommt die Energie irgendwann zurück?

Und jetzt, nach 15 Jahren Mutter-und-Selbstständigen-Dasein (die aktuelle Wortschöpfung „mompreneur“ finde ich bescheuert) merke ich, dass die Energie massiv nachlässt. Mit Anfang 40 lief es noch super, aber jetzt, zum Ende der 40er Jahre fällt es mir zunehmend schwer, dauernd nur für andere da zu sein. Macht doch Euren Kram alleine, kümmert Euch selbst! Meine zwei Jungs sind ja nun nicht mehr klein und zum Glück schon sehr selbstständig. Aber im Haushalt bleibt trotzdem noch immer genug zu tun.

Also wer kommt eigentlich mal her und sagt mir „Anette, Du hast das alles doch super hingekriegt! Du hast es Dir wirklich mehr als verdient, öfter mal etwas für Dich selbst zu tun!“? Niemand kommt. Niemand sagt das. Eigentlich traurig, oder? Muss ich das wirklich selbst tun? Allein bei dem Gedanken kommen mir fast die Tränen. Zum Glück gestehen mein Mann und ich uns regelmäßige Auszeiten zur Entspannung und kurzfristigen Regeneration zu, aber der Alltag hat uns dennoch fest im Griff. Wir funktionieren eben. Sind seit 15 Jahren hauptsächlich Mutter und Vater – und erst an zweiter Stelle ein Paar.

Krone richten und weiter geht`s…?

Kürzlich musste ich auch beruflich wieder mal zwei Niederlagen (bei Kreativ-Wettbewerben mit meinem Kalender-Projekt) einstecken, die mir aufgezeigt haben, wie wichtig es doch ist, auch mal von außen Bestätigung zu bekommen. Ich war nach den Absagen an einem Punkt angelangt, an dem ich nur noch dachte: „Ihr lieben, unfähigen Jury-Mitglieder – Ihr könnt mich alle mal! Ihr habt doch nicht alle Tassen im Schrank! Sieht das eigentlich irgendjemand, wie sehr ich mich hier seit Jahren abrackere? Ich kann doch was! Und ich mache das wirklich gut!!! Verdammt noch mal!“

Da kam unverkennbar ein gewisser Trotz in mir zum Vorschein, der nicht wirklich erwachsen rüberkommt. Aber den gestehe ich mir einfach mal kurz zu. Sonst kann ich leider nicht weitermachen. Ätsch! Aber eigentlich ich will ja schon gerne weitermachen, also was tun?

Social Media – nur ein schwacher Ersatz

Jeder Mensch braucht doch Anerkennung durch andere Menschen. Warum wohl sind im Netz unzählige Menschen unterwegs, die sich über jedes Like für ihre eigenen Fotos und Beiträge freuen? Ich selbst gehöre ja mit dazu. Auch ich möchte mit diesem Blog und z.B. mit meinem Instagram-Account „ichwerdalt“ möglichst viele Menschen erreichen, denen es ähnlich geht wie mir. Auch ich bin happy über jedes einzelne Like und jeden wohlwollenden Kommentar zu meinen Beiträgen. Und es macht ja auch viel Spaß. Aber das ist nicht das reale Leben! Im realen Leben sieht so manches anders aus, als wir es im Netz vorgeben.

Darf ich vorstellen? Mein Mann. Ihr seht niemanden? Schaut mal ganz genau hin… #suchbild

Ein von anette | 45+ (@ichwerdalt) gepostetes Foto am

Wir können uns also auf diese Weise durchaus ein wenig Anerkennung holen – zur Bestätigung unserer Person und als Daseinsberechtigung in der virtuellen Welt. Zum persönlichen Austausch und für die Gewissheit, dass wir nicht alleine sind. Einfach mal zwischendurch als kleines Schmankerl zum Aufmuntern im manchmal doch recht stressigen Alltag. Aber all das kann doch ein echtes Lob vom Partner, den Kindern, dem Chef, den Kunden, den Eltern oder wem auch immer nicht ersetzen! Mir reicht dieser schwache, virtuelle Ersatz absolut nicht aus.

Bitte jetzt dringend loben.

Wenn ich weitermachen soll, dann bitte schön lobt mich öfter mal! Gerne auch mehrmals im Jahr und – liebe Familie – bitte nicht nur am „Muttertag“. Ich weiß, es ist nichts besonderes, was ich leiste. Das haben schon Abermillionen anderer Frauen ebenso gemacht, aber trotzdem möchte ich mehr Anerkennung! Ist das undankbar und egoistisch von mir?

Ich weiß, wir Frauen sollten uns einfach selbst oft genug loben und unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Ich möchte mich auch gar nicht abhängig machen vom Lob anderer. Im Grunde weiß ich, dass ich „das alles“ schon ganz gut hinbekomme. Aber irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt, an dem man merkt, dass es reicht.

Und wenn Ihr bis hierhin durchgehalten habt, dann bedanke ich mich schon mal ganz herzlich für Eure Aufmerksamkeit! Bitte entschuldigt, dass ich hier einfach mal Dampf ablassen musste, aber ich glaube, wir Frauen sollten das viel öfter tun.

Moment mal –

– mache ich das denn überhaupt selbst? Lobe ich meine Lieblingsmenschen oft genug? Eigentlich schon, … so glaube ich. Aber vielleicht doch ein bisschen zu selten? Ich werde gleich heute anfangen und nicht nur ab und zu, sondern jeden Tag die Menschen in meinem Umfeld loben! Vielleicht kommt dann auch öfter mal etwas zurück. Wir alle, und nicht nur die Kinder, brauchen Anerkennung, genau wie die Luft zum Atmen.

Was denkt Ihr zu diesem Thema? Fühlt Ihr Euch ausreichend anerkannt? Erhaltet Ihr regelmäßig Bestätigung oder würdet Ihr Euch auch wünschen, dass Euch öfter mal jemand lobt für all das, was Ihr tagein tagaus leistet? Welcher Bereich ist Euch diesbezüglich wichtiger – Familie oder Beruf? Ich bin schon so gespannt auf Eure Kommentare!

Liebe Grüße,
Eure

Eure Anette

 

 

 

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14 Kommentare

  1. Ja, du hast recht: Anerkennung ist ja so wichtig, gerade im realen Leben. Ich bekomme meine meiste Anerkennung von meinem lieben Mann (habe keine Kinder). Ich lobe ihn aber auch sehr viel, dann kommt viel zurück. Das ist das ganze Geheimnis. Früher im Beruf (bin jetzt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr berufstätig) habe ich sehr viel Anerkennung von meinem Chef bekommen und mich immer sehr darüber gefreut. Liebe Grüße von Silvia ?

  2. Prima… ein sehr ehrlicher Artikel :-))) , der mir aus der Seele spricht!

    Das wir funktionieren, hat sich eingeschlichen und auch ich empfinde (fast) täglich dieses lähmende Gefühl der Selbstverständlichkeit. Mal mehr, mal weniger. Und wenn die Perspektive dann u. U. trotz permanenter Doppelbelastung die Altersarmut ist (überwiegend Alleinerziehende…), dann läuft das Fass schnell über.

    Mal Dampf ablassen und weniger als gewöhnlich funktionieren… das hilft bei mir manchmal, ist aber auch schwer durchzuhalten. Ich glaube, für uns ist JETZT die Zeit gekommen, den Fokus Schritt für Schritt auf uns zu lenken. Das müssen wir mühsam lernen und begleitet wird dieser Schritt vom permanenten schlechten Gewissen… aber

    … WIR SCHAFFEN DAS <3

    LG
    Tine

  3. Liebe Anette,
    eigentlich „kenne“ ich Dich ja nur über Insta…Deinen Blog habe ich mir heute zum ersten Mal angesehen. Ich war anfangs ein wenig verwundert über Deinen Namen.

    ICH WERDE ALT.

    Ich hatte mir also was Älteres vorgestellt, doch ich fand eine lustige, lebensbejahende Frau!
    ICH WERDE ALT, das ist ein Statement, eine Tatsache, die uns alle betrifft und ich bin sicher, Du kennst den Spruch:
    ALT WERDEN IST NICHT`S FÜR FEIGLINGE.
    Ich beschloss also, Deinen Blog-Namen im Netzt als nüchterne Betrachtung einer lebenslustigen Mittvierzigerin zu sehen, die diese Tatsache mit einem Augenzwinkern betrachtet.

    Deine Fotos sprechen eigentlich dafür – dieser Blogeintrag irgendwie nicht.

    Lob ist natürlich wichtig, gerade wenn man seinen Alltag alleine wuppt. Mir geht das genauso und ich habe oft nicht einmal die Möglichkeit mich an meinen Mann zu kuscheln, weil er sehr viel unter der Woche unterwegs ist. Der Preis für ein schönes Leben ist hoch, das hast Du auch hier so treffend geschrieben. Ich weiß wovon Du sprichst und bin ganz bei Dir.
    Und der Abwasch macht sich auch nicht von allein…leider…mein Sohn kommt da auch nicht auf die Idee, schade eigentlich.
    Ich war auch schon oft am Boden zerstört, weil mir die Wertschätzung meiner Arbeit fehlte.

    „Das hast Du schön gemacht!“
    „Ich bin stolz auf Dich!“
    „Gut, dass es Dich gibt!“

    Leider kommt das viel zu kurz und alltägliche Dinge finden wirklich wenig Lob.
    Ich klopfe Dir als Mitwisserin auf die Schulter und straffe sie Dir,…auch wenn ich mit meiner Körpergröße da kaum ranreiche…;)!

    Versuche Dich selbst zu loben, sooft Du kannst, diesen Ansatz finde ich richtig. Denk daran: „Wir werden nicht älter, wir werden besser!“

    Ich glaube da hat Jack Nicholson (meine ich) recht!!!
    Benenn Dich doch um in: ICH WERDE IMMER BESSER, NICHT ALT!!!
    Das klingt positiv, findest Du nicht?
    Du bist eine großartige Person, die scheinbar viel geschafft hat, sei stolz darauf und Du darfst gerne auch müde von der Mühsal sein, das hast Du Dir verdient.
    Ich bewundere Frauen, die ihre FRAU stehen. Ich find Dich klasse!!!

    Sei gedrückt.
    Deine Steffi pure.blog

  4. Ich bin da ganz bei Dir. Natürlich darf man sich auch mal selbst auf die Schulter klopfen. Wir Frauen leisten eine Menge und habe es verdient, anerkannt zu werden.

    Kann mich noch sehr gut daran erinnern, nach 12 Jahren Babypause wieder in einen Beruf einzusteigen, den ich nicht mal gelernt habe. Musste völlig neu beginnen. Zwei pubertierende Jungs waren dabei ziemlich anstrengend, obwohl ich meine Kinder liebe. Genau wie Du. Aber es ist eben ein Spagat. Mein lieber Mann hat mich dabei sehr unterstützt. Deinen habe ich übrigens erkannt 🙂

    Also ziehen wir mal den Hut vor uns…

    Und was Social Media betrifft: Das sehe ich ganz entspannt. Ich bin schließlich keine blogging machine.

    Liebe Grüße Sabine

  5. Was für ein schöner und ehrlicher Post. Und ohne jetzt zu sehr ins Persönliche driften zu wollen: Ich erkenne mich in vielen Punkten wieder. Und manchmal, wenn ich mich wie Trappatonis berühmte „Flasche leer“ fühle, frage ich mich: warum eigentlich? Und dann wird mir bewusst, dass ich meinen geleisteten Arbeitseinsatz mit dem bisher dafür erhaltenen (Freiberufler)Einkommen verknüpfe. Nun ja. Demzufolge habe ich tatsächlich „nur auf der faulen Haut gelegen“. 😉

    Das Social-Media-Gedöns mag ich in Teilen, aber es nervt mich auch. Ja, es kann einem was geben. Aber es nimmt auch unheimlich viel und es ist für mich eher so ein bisschen wie… mal eben Fastfood essen. Wirklich befriedigend und nachhaltig ist es (für mich) nicht.

    Lieben Gruß
    Anna

  6. Tellerränder

    Toller Artikel!

    Warum das so ist? Weil wir ans Hegen und Pflegen von Kindesbeinen an gewöhnt sind.
    Weil jeder und alles Vorrang hat vor den eigenen Bedürfnissen.
    Weil jeder sich auf unsere Hilfe verlassen kann, wir alles erledigen, besorgen, richten.
    Weil wir es nie gelernt haben oder verlernt haben , Dinge zu delegieren.
    Weil wir harmoniesüchtig sind?

    Jetzt ist der Akku langsam leer , wir empfinden die Belastung und wundern uns, dass die anderen es nicht merken.

    Ja, wie sollen sie denn auch. Wir haben immer funktioniert, funktionieren immer noch, es fällt uns nur schwerer. Wie sollen die anderen wissen, dass wir k.o. sind, wenn wir es nicht sagen.

    Wie war das? man kann andere nicht ändern, nur sich selber? Fangen wir damit an und zwar heute!

    Hier ein paar Übungssätze:

    “ Ich bin heute zu k.o , kannst du für mich bitte mal………..“
    oder

    “ Wisst ihr was? Ich habe bisher immer……….., ich finde ihr seid alt genug, in Zukunft könnt ihr selber mal………“

    “ Mache ich gerne, aber heute habe ich keine Zeit/ keine Lust weil ich ………“

    LG Tellerränder

  7. Toller Artikel – und danke an Anna für den Tipp!
    Bei mir hat dieses Gefühl nach fast 15 Jahren Ehe zur Trennung und Scheidung geführt, weil mein damaliger Partner nicht gesehen hat, wie ich neben seinem beruflichen Aufstieg, den ich mit ermöglicht habe, selbst eingegangen bin wie eine Primel…. Das war nie mein Wunsch, aber die einzige Möglichkeit, da lebend wieder rauszukommen… Mein jetziger Partner ist zum Glück ganz anders, er baut mich auf, liebt mich so wie ich bin und zeigt mir seinen Respekt vor meiner Leistung, unterstützt und lobt mich. Und umgekehrt mache ich das für ihn natürlich auch. Meine Kinder sind inzwischen groß und gehen ihren eigenen Weg, auch weil sie von uns (inzwischen auch durch ihren Vater, der auch durch die Trennung viel gelernt hat) gelobt, geliebt und ermutigt werden. Das ist das einzige wirkliche Rüstzeug, was wir ihnen für ihren Weg mitgeben können: Liebe, Anerkennung, Mut und Unterstützung.
    Danke für deinen schönen Artikel!

  8. Liebe Anette,
    ein wunderbarer Beitrag zum realen Leben. Ich bin Gottseidank in der glücklichen Lage und habe nicht nur einen wundervollen Partner der mich in den Himmel lobt, sondern auch noch eine traumhafte Tochter, die das selbe macht. Dennoch leide ich wie du unter diesem enormen Energieverlust und setze mittlerweile auch ganz andere Prioritäten. Denke viel mehr an mich ohne egoistisch zu sein und möchte die Jahre, die noch vor mir liegen annähernd so genießen, wie ich es mir vorstelle. Mein Blog und die sozialen Netzwerke helfen mir den Blick für das Schöne im Auge zu behalten. Bei all dem Übel auf der Welt und den immer mehr werdenden Beerdigungen in unserem Bekanntenkreis, ist es manchmal schwer die Sonne zu sehen. Aber dafür gibt es ja Gottseidank dich und so einige andere liebevolle Influencer. Dafür möchte ich mich hier mal bedanken.

    Übrigens ist dein ganzer Blog super schön und ich verweile immer wieder mal gerne bei dir.
    Bitte mach so weiter.

    Liebe Grüße
    Diana

    • Liebe Diana,

      es freut mich sehr zu lesen, was Du schreibst – danke schön dafür! Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich solch ein(en?) Blog starten soll. Es will ja sehr gut überlegt sein, was und wieviel man so von sich preisgibt. Nun denn, ich hab`s getan …

      Mich beschäftigen eher die Dinge hinter den Kulissen, also ein reines Mode- und Beautyblog wäre nicht das, was mich so sehr interessieren würde zu machen. Wir haben ein wirklich schweres Jahr hinter uns mit mehreren Todesfällen im engeren Familien- und ferneren Bekanntenkreis – und noch dazu eine ernsthafte Krebserkrankung meines Mannes im Frühjahr.
      Das alles geht nicht spurlos an einem vorüber und ich habe gemerkt, dass ich mir einfach mal Luft machen musste – daher habe ich diesen Blogpost verfasst. Mit meiner Selbständigkeit bin ich seit Jahren schwer im Gange und es ist wirklich nicht leicht, sich nach Rückschlägen wieder zu berappeln und weiterzumachen. Besonders dann, wenn die Akkus einfach auch mal leer sind. Aber es MUSS weitergehen, die Liebsten verlangen danach – und ich selbst merke, dass es auch gut tut, Verpflichtungen zu haben. Im Herbst fahre ich erst mal zur Mütterkur ins Allgäu. Drei Wochen nur für mich ganz allein. Diese Aussicht hält mich momentan über Wasser.

      Tröstlich, dass es Dir (und vielen anderen) ähnlich geht – und ich habe keine Lust immer nur so zu tun, als wäre das Leben „Friede, Freude, Eierkuchen“.

      Also nochmals vielen Dank für das Lob! Ich freu mich, dass Dir mein Blog auch gefällt. Dein erstes Video hab ich ja neulich schon gesehen und kommentiert… 🙂

      Liebe Grüße,
      Anette

  9. Liebe Anette,

    du machst das richtig gut!!! Wenn ich die Zeit finde, deine Blogbeiträge zu lesen entdecke ich mich so oft selbst in deinen Schilderungen. Und auch sonst scheinen wir sehr viele Parallelen zu haben.

    Ich habe das Glück einen kreativen Halbtagsjob bekommen zu haben, der mir sehr viel Spaß macht und der mir auch Zeit für meine Selbständigkeit lässt. Dafür sitze ich jeden Tag 2,5 Stunden im Zug. Man kann halt nicht alles haben. Zumindest habe ich diese Zeit für Instagram entdeckt, damit vergeht die Zeit wie im Zug ehhh im Flug mein ich. ;o)

    Liebste Grüße und weiter so!!!

    Dani

  10. Liebe Anette, es macht viel Freude, Deine Artikel zu lesen!!!! Man merkt, das Du bei allem was Du tust mit sehr viel Leidenschaft dabei bist. Da springt der Funke dann auch von selber über.
    Du hast Recht. Eigenlob stinkt nicht überhaupt nicht. Es ist nur nicht so kraftspendend wie die Anerkennung durch andere.
    Wer noch seine Eltern oder sogar Großeltern hat (vorausgesetzt es gibt eine gute Beziehung) bekommt so unendlich viel Kraft und Anerkennung von dieser Seite. Da können wenige Worte oder eine Umarmung Wunder wirken. Das ist dann sicher wie Batterien von alleine aufladen.
    Zum Trost: Lob wird allgemein sehr sparsam eingesetzt – ob im Job oder in der Familie. Wer zufrieden ist nimmt das als selbstverständlich hin. Wer unzufrieden ist meckert da schon eher mal um seinen Zustand zu verbessern. Komisch das das der Mensch so tickt.
    Wie auch immer: Du machst das SUPER!!!
    Liebe Grüße
    Claudia

  11. Du hast ja so recht Annette. So viel zur Emanzipation der Frau. Ich denke die braucht noch ein wenig, denn die Männer schaffen das mit dem Eigenlob und der Anerkennung wesentlich besser als wir. Ist aber nicht nur ein Nachteil. Darum läuft ja das meiste sich so wie wir es wollen oder? Ich denke, wenn Frau ab und zu den Mund auf macht und klar sagt was ihr stinkt, ist das völlig in Ordnung. Wir können ja nicht nur schlucken. Also Mund auf und weiter machen. Ich mag deinen Blog. Danke. Es macht wirklich Spaß das zu lesen

    • Liebe Mel, vielen Dank für Deinen Kommentar und die Bestätigung… Ich freu mich sehr, dass Dir mein Blog gefällt und Du die Dinge ähnlich siehst wie ich. Leider komme ich nur gelegentlich mal zum Schreiben, aber das ist in Ordnung so.
      Liebe Grüße!
      Anette

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