10 Tipps für schönere Fotos auf Instagram

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Kürzlich las ich in einem anderen Blog von der Initiative „mehr Realität auf Instagram.“ Also das brauche ich wirklich nicht, denn die Realität ist eh jenseits des Internet, also hier draußen in der realen Welt, zu finden. Da darf ich guten Gewissens meine Fotos ein wenig optimieren, bevor ich sie ins Netz stelle.
Vollkommen unbearbeitete Fotos sind nämlich oft etwas langweilig (…aber nicht immer) Und besonders laienhafte Aufnahmen, die zudem auch noch unbearbeitet sind, will glaube ich eher niemand sehen außer den eigenen Freunden oder Verwandten, wenn überhaupt.

Die Realität ist sowieso offline

Ab einem bestimmten Alter wollen wir uns ja nicht unvorteilhafter präsentieren als unbedingt notwendig. Daher finde ich die Filter bei Instagram einfach super bzw. ich benutze sehr gerne eine separate App namens „acolorstory“, mit der ich viele zusätzliche Möglichkeiten habe, z.B. Lichteffekte etc. Ansonsten bearbeite ich meine Fotos am Mac mit Photoshop, aber mit so manchen Smartphone-Apps lassen sich wirklich erstaunlich gute Ergebnisse erzielen.

Schon mit etwas mehr Kontrast und ein wenig Aufhellung je nach Geschmack könnt Ihr aus einem mittelmäßigen Foto mit wenig Aufwand ein ansehnliches Bild zaubern. Und das Gute daran: Auch nicht ganz so geliebte Äußerlichkeiten wie z.B. Falten könnt Ihr mit etwas Geschick ein wenig abmildern.

Ich mag sehr gerne kontrastreiche Bilder mit einem spannenden Bildaufbau. Vom Bildmotiv her liebe ich es minimalistisch. Das Bild sollte also möglichst nicht zu vollgepackt sein.

Meine 10 Tipps für schönere und interessantere Fotos (nicht nur) auf Instagram

  1. Experimentiert ganz viel beim Fotografieren! Ich mache grundsätzlich mehrere Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven und wähle anschließend das beste Bild aus.
  2. Stellt Euch im Kopf schon mal das Bild vor, das Ihr später posten wollt. Gibt es eine spannende Bildaussage oder soll es einfach nur hübsch sein? Sich hier schon mal im Voraus Gedanken zu machen ist meistens hilfreich.
  3. Auch spontane und ungeplante Schnappschüsse können super aussehen, wenn das Foto das „gewisse Etwas“ hat. Überlegt Euch, was Ihr selbst an den Fotos anderer toll findet und versucht, es auf eigene Weise neu zu interpretieren.
  4. Ein Ausschnitt von etwas ist häufig interessanter als die gesamte Ansicht. Das gilt sowohl für großformatige Motive wie z.B. Gebäude als auch für Portraits oder Blumenfotos, denn ein Ausschnitt erzeugt Spannung und macht neugierig.
  5. Ihr könnt außerdem Euren Fotos mehr Spannung verleihen, indem Ihr das Motiv nicht im Bild zentriert, sondern eher im Verhältnis 2 : 3 oder auch 3 : 5 darstellt. Dadurch wird das Bild automatisch interessanter.
  6. Schaut Euch Eure Umwelt möglichst ganz genau an! Nur dann entdeckt Ihr Dinge, die andere vielleicht gar nicht wahrnehmen. Auch eine neue, interessantere Perspektive von einem relativ gewöhnlichen Motiv kann schon viel hermachen. Eines meiner beliebtesten Bilder habe ich z.B. im Gras liegend aus der Froschperspektive gemacht, damit die Gänseblümchen von unten zu sehen sind (siehe das Suchbild im letzten Blogpost).
  7. Aufhellen ist eigentlich immer eine gute Maßnahme, denn die meisten Fotos sind tendenziell zu dunkel. Ein Bild wirkt gleich viel freundlicher, wenn es ausreichend hell ist. Hier gilt es, etwas Feingefühl zu entwickeln, damit es nicht übertrieben aufgehellt wirkt und die Feinheiten trotzdem noch erkennbar sind.
  8. Gerade für uns „Frauen im besten Alter“ sind die Filter doch eigentlich genial! Ihr dürft nur nicht damit übertreiben. Wer zaubert sich selbst nicht gern ein bisschen jünger? Ich finde das absolut legitim. Die Realität ist eh anderswo und andere kochen auch nur mit Wasser – siehe Film und Werbung!
  9. Seid abwechslungsreich! Ich staune immer wieder, wie langweilig teilweise die immer gleichen Selfies z.B. bei #ootd („Outfit of the day“) rüberkommen. Immer wieder sieht man dieselbe Körperhaltung und/oder derselben Gesichtsausdruck. Lasst Euch etwas einfallen, damit Eure Fotos wirklich sehenswert sind. Wenn Ihr unsicher seid, dann postet das Bild einfach nicht, denn Ihr wollt doch niemanden langweilen, oder?
  10. Bleibt am besten bei einem Bildformat, also entweder alle Fotos einheitlich quadratisch oder hochformatig oder querformatig. So entsteht ein homogenerer Eindruck von Eurem Account.

Das perfekte Selfie

Ein gutes Selfie ist wirklich schwer zu machen, finde ich. Da habe ich schon relativ viel herumprobiert und das Ergebnis war oftmals eher nicht so überzeugend. Aber das liegt sicher auch am Motiv bzw. an dessen kritischer Einstellung sich selbst gegenüber. Ich bin auch nicht so selbstverliebt, dass ich nun andauernd Fotos von mir selbst machen müsste. Und dennoch ist es schön, wenn man sich ab und zu auch mal zeigt, damit Eure Follower wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Das Hauptproblem beim Selfie: Man muss das Smartphone irgendwie halten, und dann auch noch den Auslöser betätigen ohne zu verwackeln. Da ich diesbezüglich noch nicht so ein „Profi“ bin, experimentiere ich gerne und schaue genau, wie es die anderen machen. Dabei merke ich auch, was nicht so vorteilhaft aussieht und versuche lieber mal etwas eigenes. Kürzlich hab ich mir einen Selfie-Stick zugelegt – mal sehen, was damit so machbar ist.

Also: Das perfekte Selfie gibt es nicht! Aber das wäre ja auch langweilig, also kann ich Euch nur raten: Öfter mal was Neues, gerne auch mal was bizarres, damit alle etwas zu staunen oder gerne auch zu lachen haben. Nehmt Euch selbst nicht zu ernst! Wie gesagt, mit einem interessanten Bildausschnitt und etwas mehr Kontrast könnt Ihr schon viel erreichen.

Hashtags nicht vergessen!

Unverzichtbar auf Instagram sind die sogenannten „Hashtags“, und falls Ihr noch nicht so ganz verstanden habt, was das eigentlich soll, dann erkläre ich es hier kurz:

Wenn Ihr wollt, dass Eure Bilder gefunden werden, dann solltet Ihr stets die passenden Hashtags verwenden, also Stichworte, die den Bildinhalt treffend beschreiben. Möglichst auch auf englisch. Zum Hashtag werden die Stichworte aber erst durch das vorangestellte Raute-Zeichen, das Ihr sicherlich kennt: #. Das gibt`s auf jeder Tastatur und selbstverständlich auch im Smartphone. Ich benutze gern die App „Tags for Likes“, die auf englisch viele passende Hashtags zu fast allen Themen liefert. Man kann damit die passenden Hashtags im Handumdrehen zu Instagram hinüberkopieren.

Meine ganz persönlichen „Nogo`s“

Der Kussmund bzw. das sogenannte „Duckface“ ist meines Erachtens ziemlich out und ich wusste sowieso noch nie, was das eigentlich soll. Es sieht in den meisten Fällen einfach nur gestört aus. So was sende ich, wenn überhaupt, nur als persönliche Message an meinen Liebsten und auch das bestimmt nicht dreimal am Tag.

Ein weiteres Phänomen auf Instagram, das ich staunend beobachte, sind die Millionen Fotos von lackierten Fingernägeln. Gibt es nicht spannendere Dinge als bunte Fingernägel? Zwischendurch lasse ich mir das ja noch gefallen, aber wenn es der Hauptinhalt eines Instagram-Accounts ist, dann bin ich ganz schnell wieder weg.

Nützliche Zusatz-Apps

Zum gelegentlichen Kombinieren mehrerer Fotos zu einem Thema verwende ich die App „Layout“. Mit ihrer Hilfe ist es im Nu möglich, eine nette kleine Collage mehrerer Fotos zu erstellen.

Auch eine witzige Spielerei ist die App „Boomerang„, mit der Ihr ganz kurze Videosequenzen erstellen können, die sich immer vorwärts und rückwärts abgespielt wiederholen. Das macht durchaus Spaß, aber es ist nicht ganz leicht, ein sehenswertes Boomerang-Video zu erschaffen. Es muss ein Motiv sein, das sich bewegt und zwar möglichst so, dass die Bewegung im Rückwärtsgang originell aussieht. Also z.B. ein Sprung oder Fall von etwas oder z.B. ein Feuerwerk.

Mein Buchtipp zum Thema Instagram

Falls Ihr Euch genauer über Instagram in all seinen Details und Möglichkeiten informieren wollt, empfehle ich Euch das Buch

„Erfolgreich mit Instagram: Mehr Aufmerksamkeit mit Fotos & Videos“ von Kristina Kobilke. Das Büchlein ist sehr informativ und gut lesbar geschrieben. Ich habe es mir aus der Bücherei ausgeliehen.

Und nun erst mal viel Spaß beim Umsetzen meiner Anregungen!

Was sind Eure Erfahrungen mit Instagram? Ich bin gespannt, was Ihr zu meinen Tipps meint und freue mich auf Eure Kommentare, neue Tipps und Hinweise.

Liebe Grüße,
Eure

Eure Anette

 

 

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5 Kommentare

  1. Danke für den netten Einblick.

    Machst Du Fotos nur mit dem Smartphone oder auch mit einer Kamera? Bei mir hält nämlich ausschließlich das Smarphone her…

    Das mit dem Kussmund lasse ich noch einmal wirken ;-). Das ist manchmal ein Automatismus, den ich offensichtlich von meiner „Gr0ßen“ übernommen habe… und der manchmal vielleicht eine gewisse Scham mindert? I don´t know…

    Danke auch für die App-Tips.
    LG
    Tine

    • Liebe Tine,

      danke schön für Deinen Kommentar! Seltsam, meine wordpress-App hat mir die Kommentare noch gar nicht angezeigt.

      Also zu Deiner Frage: Ich habe seit längerem eine semiprofessionelle Spiegelreflex (Canon EOS 60 D), aber mittlerweile mache ich viele Fotos mit meinem iPhone, das ich mir nach Jahren der Quälerei (mit einem mittelmäßigen Android-Smartphone) geleistetet hab. Aber auch damit war es durchaus mäglich, ganz nette Fotos zu schießen. Die Spiegelreflex benutze ich natürlich für meine Produktfotografie und auch für solche Events wie die Konfirmation unseres großen Sohnes im April. Da hatte ich den „Auftrag“, in der Kirche zu fotografieren.

      Die Sache mit dem Kussmund ist mir einfach schon so oft aufgefallen, ich finde das auch nicht wirklich schlimm, eher ein schräges Phänomen. Aber in manchen Profilen sieht man reihenweise dasselbe Gesicht mit immer demselben Kussmund in immer serselben Position. Da frage ich mich dann immer, ob denen gar nix anderes einfällt… 😉

      Ich fotografiere einfach sehr gerne und bin immer auf der Suche nach originellen Motiven und Ideen. Die Spiegelreflex hat den Vorteil, dass ich damit viel bessere Fotos machen und mehr Kontrolle übernehmen kann, aber dafür ist es eine ziemliche Schlepperei. Das Smartphone hab ich ja fast immer dabei.

      Liebe Grüße,
      Anette

      P.S.: Hast Du schon gesehen? Ich hab Deinen Blog jetzt auch bei mir verlinkt! Meine Website musste ich erst mal ein bisschen umbauen, damit eine Sidebar für sowas verfügbar ist. Da kommen auch noch weitere Verlinkungen hinein – mal sehen, was ich noch so entdecke.

  2. Ich möchte lieber mal hier loben als in Deinem Artikel zuvor:

    Ich mag nämlich Deine Fotos im Allgemeinen total gern – das mit dem Bildaufbau und der Spannung hast Du wirklich hervorragend drauf – Hut ab!

    Ich selbst kann es manchmal, brauche jedoch zu lange dazu und bin gehandicapt durch ein leistungsschwaches Handy (das mit einem internen Speicher von nur 8 GB kein weiteres Apps-Herunterladen mehr zulässt, so dass ich Deine App-Tipps leider nicht ausprobieren kann) und meinen zu lahmen/vollen/faulen oder leeren (kann man sich je nach Tagesform aussuchen) Kopf wenn’s ums Kreativsein geht. Die gewünschte SLR-Kamera kann ich mir nicht leisten, also mach‘ ich alles halt ein wenig unkreativer und freue mich über Leute, die das umsetzen, was ich mag. Dazu gehörst Du. 🙂

    Gute Tipps im Übrigen!
    Gegen einen gelegentlichen Kussmund hab‘ ich übrigens nichts. Die Duckfaces allerdings müssen irgend so ein Generationen-Ding, sein, das unsereins nicht mehr versteht. Meine Tochter findet es ganz normal, und ich würde sie soooooo viel lieber lachen sehen …

    Viele Grüße
    Gunda

    • Liebe Gunda,

      vielen Dank für das nette Lob und Deinen Kommentar! Ich freu mich!

      Zum Thema Kussmund habe ich eben schon an Tine geantwortet, das finde ich auch ein echtes Phänomen, über das ich mich wundere.

      Das Thema mit dem alten Handy kenne ich nur zu gut. Nach langen Jahren des Zögerns (auch aus Geiz und Protest gegen die vollkommen überteuerten iPhones) habe ich mir im Februar 2016 endlich mein Wunsch-Smartphone geleistet und habe es bisher keine Sekunde lang bereut. Wenn Du wirklich gerne und viel fotografierst, dann ist das schon eine sinnvolle Investition. Wenn Du eher Schnappschüsse machen willst, kann auch ein älteres Modell vollkommen genügen.

      Mein altes erstes Smartphone war ein Sony Xperia, mittlerweile dreieinhalb Jahre alt und ich war in vielerlei Hinsicht nicht so zufrieden, was die Fotos betraf. Nun bin ich sehr happy, denn die Kamera im iPhone 6S ist einfach super. Aber meine Spiegelreflex nutze ich auch noch, aber mehr für Produktfotografie oder besondere Momente wie z.B. letztens die Konfirmation unseres großen Sohnes.

      Die Sache mit den Apps ist klasse, finde ich, aber es ist auch ein Zeitkiller, genau wie instagram selbst. 😉

      Überleg Dir, wie wichtig Dir das Fotografieren ist und entscheide dann, ob es Dir die Anschaffung eines neuen Smartphones wert ist. Also ich habe im Grunde viel zu lange gezögert. Aber das Geld dafür musste ja auch erst mal verdient werden…

      Liebe Grüße!
      Anette

  3. Es gibt Bücher über instagram? Oh Mann, ich bin mal wieder gar nicht auf dem Laufenden 😉
    Ich bin erst seit Kurzem auf Instagram und immer noch begeistert, wie toll meine Fotos aussehen, wenn ich ein bisschen mit den Filtern spiele. Ich finde Realismus und Träumerei muss sich die Waage halten, wobei ich bei Insta doch eher zum Träumen neige, warum sonst würde ich Accounts mit Schuhen und Taschen folgen, die ich mir niemals leisten kann??
    Selfies sind nochmal ein Problem für sich: Da ich eine ziemlich große Nase habe, ist mein Gesicht für Selfies denkbar ungeeignet, denn je dichter die Kamera am Gesicht ist, desto größer wirkt die Nase.
    LG
    T.
    ______
    Stimmt ab über den Namen meines Blogs auf:
    http://fashiontranslated.blogspot.de/

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